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Der Salzhafen in Langschede

Ende des 18. Jahrhunderts: Die Saline Königsborn ist neben Halle an der Saale und Schönebeck an der Elbe der drittgrößte Salzproduzent Preußens. Um die Versorgung der Bevölkerung mit eigenem Salz, nicht nur in der Grafschaft Mark, sondern auch im Herzogtum Kleve sicherzustellen, drängte Preußen darauf, die Ruhr auch oberhalb von Hattingen schiffbar zu machen. In Witten, Wetter und Herdecke mussten zusätzliche Schleusen gebaut werde, bis am 09. August 1780 die märkische Kriegs- und Domänenkammer die Fertigstellung des Schifffahrtsweges über die Ruhr mit einem Salzhafen in Langschede verkünden konnte. Während unterhalb von Witten über die Ruhr hauptsächlich Kohle transportiert wurde, diente die Schifffahrt oberhalb von Witten fast ausschließlich dem Salztransport. Als Transportschiffe dienten sogenannte Aaken, die ca. 35 Meter lang und 5 Meter breit waren, bei einem Tiefgang von nur 0,8 Meter. Die Regierung hatte ab 1782 Franz Georg Grillo, ein Ahnherr von Friedrich Grillo, als Salzspediteur und Verwalter des Salzmagazins in Langschede angestellt. Die Unterhaltung des Wasserweges erwies sich auf Dauer zu kostspielig, so dass das Generaldirektorium Mark im Januar 1800 empfahl, die Schifffahrt oberhalb von Herdecke einzustellen. 1801 geschah dies auch und der Salzhafen in Langschede war Geschichte.

Salzhafenfest 27. August 2023
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